Sonntag, 13. August 2017

Folge #23 | Kopfstimmen


Die 23. Folge steht im Zeichen eines Herzensspiels. Am 08.08.2017 erschien Ninja Theory's Hellblade für die Playstation 4 und den PC. Handlung, Thema, Produktion und Position innerhalb des allgemeinen Spielangebots, stellen für sich eine derartige Ausnahmekonstellation dar, dass wir es kaum erwarten konnten, uns im Podcast darüber auszutauschen. Zusätzlich gibt's natürlich wie immer jede Menge News, Gezocktes und Anekdoten!

Inhaltsverzeichnis
0:00:00 Intro
0:01:24 Die Vorfreude auf die Aufnahme
0:07:40 Suche nach Geheimtipps
0:14:13 Videospielanalysen
0:30:28 Treffen auf der Gamescom
Die News der Woche by YetiVin
0:53:30 10 Mio Spieler in Final Fantasy XIV
1:01:17 Shenmue HD wird kommen
1:19:07 Telltale bereut Tales From The Borderlands
1:28:12 Die Spielevorschau für August 2017
1:43:52 Gamer-Outing in der Datingphase
Nachgeholt
1:52:34 Metroid: Zero Mission
Was hast du gespielt?
2:12:11 Tacoma
2:45:02 Die spontanen 3 (gutes Narrative Exploration)
2:50:25 Beat Cop
2:59:19 Hellblade: Senua's Sacrifice
4:17:28 Schlusswort


Kommentare:

  1. Erstmal: Richtig tolle Folge in mehrfacher Hinsicht. Ein paar Worte wollte ich auch noch zu dieser Ausgabe verlieren.

    Ich hab auch letztes Jahr auf der Gamescom die Bohnen getroffen. Sonst war es meist so dass man sie darum flitzen sieht mit Kamera & Co in dem Gewusel und da traut man sich nicht, weil man den Stress schon anmerkt, vor allem wenn es schwierig ist ohnehin von Halle zu Halle zu wandern. Da will man sie nicht unbedingt aufhalten. Aber die haben ja diese gläserne Studio wo Live mit Besuchern gespielt wird. Und ich fand es schon irgendwo surreal plötzlich neben ihnen zusitzen und paar Runden gemeinsam zu zocken und ein paar Worte zuwechseln. Ich find der Simon ist da sehr zuvorkommend in seiner Art, war wirklich sympathisch, selbst wenn natürlich die Bohnen sich an nichts erinnern werden, wo sie Tausende Begegnungen in den Messetagen haben. Und den Flo seh ich auch in anderen Augen als er sich sonst vor der Kamera gibt. Ja die sind da schon down to earth. Aber ihr habt das Dilemma schön angesprochen, dass Zuschauer eben sehr vertraut mit den Youtuber/Streamern/Castern eigentlich sind, aber widerum sie keine Ahnung haben wen sie da vor sich haben. Deswegen find ich es auch angenehmer wenn da man irgendwo ne ruhige Ecke finde, um zu plauschen. So im Trubel & bei der Akustik ist halt meist nicht mehr drin als ein Foto.

    Zu Telltale: Ich find es schon sehr bezeichnet zu ihrer Haltung zu Tales from the Borderlands. Mir hat das Spiel neben Game of Thrones wirklich noch am meisten zugesagt. Und ich muss sagen, dass es auch für mich einen Mehrwert dem Franchise gibt, was man von den anderen Versoftungen nicht sagen kann. Die Welt in Borderlands hat mir schon zugesagt, aber im eigentlichen Spiel dreht es sich meist um Looten und Abschießen, das man davon nur wenig mitnimmt. Und da waren die Charakter in dem Telltale-Adventure schön schrullig und charmant präsentiert. Und es wäre wirklich Platz für noch zahlreiche Abenteuer in dem Universum. Zumal es mal auch von der Aufmachung als auch den tollen Intro-Songs mal wirklich ein sehr stimmiges Gesamtprodukt abgab. Echt schade das ausgerechnet der Titel wohl nie ein Sequel erhalten wird.

    Zu Hellblade: Ich will da natürlich nicht inhaltlich drauf eingehen, aber mich hat es auch wirklich emotional abgeholt und aufgewühlt. Heute durchgespielt und ich muss das alles nochmal sacken lassen. Was Sounddesign angeht setzt es für mich neue Massstäbe wie man die Geräuchkulisse in Spielen gestaltet und wie es wunderbar Kontext & Gameplay mit einander verzahnt. Ich find es auch irgendwo faszinierend wie der Charakter gezeichnet wird, auch wenn ihr Leiden einen wirklich mitnimmt. Aber ich finds immer spannend, wenn eine Story mit den Erlebnissen des Protagonisten einen Schritt weiterhinaus geht, als beim typischen Heldenepos, wenn die Ereignisse wirklich eine Auswirkung auf den Charakter haben und sie ihn auf einer Weise formen, oder sogar psychisch brechen oder in die völlige Verzweiflung treiben. Das hatte ich sonst wirklich nur bei Visual Novels wie Higurashi no Naku Koro ni(When They Cry), Steins;Gate oder Zero Time Dillemma. Also wenn die Figur eben nicht versucht den Tag zu retten oder etwas abzuwenden, sondern wirklich sie etwas einschneidendes verarbeiten muss, ob Paranoia,Verlust oder eben die Reue vor den eigenen Taten, die nicht mehr ungeschehen gemacht werden können. Ein bisschen kryptisch ausgedrückt um nichts vorwegzunehmen. Aber da find ich halt auch das Thema Psychose sehr spannend, weil es etwas ist womit man sonst nicht in Berührung kommt und hier in Hellblade sich wirklich hautnah und schonungslos damit auseinandersetzen muss.

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  2. Ich habe ehrlich gesagt die News nicht gefunden auf die sich Yetivin bei Telltale bezieht. Ich lese öfter mal dass Tales from the Borderlands kein finanzieller Erfolg war und es daher unwahrscheinlich ist, dass sie einen Nachfolger entwickeln werden, aber von Reue darüber dass sie das Spiel gemacht haben, habe ich nichts gelesen...

    Was Hellblade angeht... ich bin prinzipiell voll interessiert, gerade weil ich Ninja Theory ganz gerne mag (abgesehen vom schwachen DmC Spiel) aber bin noch sehr skeptisch wegen des Gameplays. Thematisch ist es frisch und interessant, aber ob mir das die Kohle wert ist, weiß ich einfach nicht.

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    1. Bitte schön:
      https://www.gamereactor.de/News/435623/Tales+from+the+Borderlands+wurde+intern+als+Fehler+angesehen/

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  3. Wieder eine super Folge. Ich werde mal ein paar Gedanken zu Hellblade niederschreiben. Es ist ein großer Gewinn für die Videospielindustrie, dass dieses Spiel existiert. Besonders die Darstellung der Psychosen ist absolut genial gelungen. Ich habe in meiner Ausbildung für ein Jahr mit Menschen mit psychischen Erkrankungen gearbeitet. Darunter waren auch Menschen, die permanent Stimmen hören, die ihr gesamtes Leben kommentieren. Durch dieses Spiel bekommt man ein Gefühl, wie sich das anfühlen muss. Ich musste während dem Spielen mehrmals Pausen einlegen, weil ich diese Stimmen irgendwann nicht mehr ertragen konnte. Ich hatte Situationen in denen ich diese selbst angeschrien habe, weil sie mich nur noch nervten. Ebenfalls ist das Spiel auf audiovisueller Ebene über jeden Zweifel erhaben (so wie ihr es auch beschrieben habt). Leider habe ich auch ein paar Kritikpunkte an dem Erlebnis Hellblade. Für mich war das Spiel zu lang und die Kämpfe waren zum Schluß einfach nur noch störende Elemente, welche die Spielzeit strecken sollten (fand es etwas zu lang). Insgesamt sind die Kämpfe in meinen Augen eine Schwachstelle. Man verliert bei größeren Gegnergruppen schnell die Übersicht. Im späten Spielverlauf wirkt es so, als würde man einfach noch eine größere Anzahl an Gegner in den Weg zu stellen. Da wirkt es leider zu "videospieltypisch". Damit meine ich, dass es leider die typischen Elemente von Spielen gibt, die das Gesamterlebnis schmälern. Interessante Elemente werden immer wieder unterbrochen von wiederholende Puzzleeinlagen und Arenkämpfen. Dies wirkt in dem Setting leicht deplatziert und zum Ende nur noch störend. Insgesamt stellt das Spiel aber eine willkommene Abwechselung dar, auch wenn ich den kompletten Inhalt wohl nicht ganz verstanden habe. Am Ende war es nur noch ein großer Mindfuck für mich. Da werde ich noch etwas recherchieren müssen und mir andere Interpretationen durchlesen.

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