Sonntag, 9. April 2017

Folge #9 | Die Rückkehr aus Japan




Obwohl die japanische Spielekunst maßgeblich an der Entwicklung der Branche beteiligt war, scheint das Interesse im Westen zu schwinden. Pragmatismus, Einfallslosigkeit, Sexismus und technischer Rückstand sind nur die Spitze der Kritikpunkte, die dem Land der aufgehenden Sonne anheimfallen. Doch die neuste Entwicklung zeigte einige Titel, mit dem Potential, den Ruf widerherzustellen. Das muss besprochen werden! So haben wir uns diesmal einen Experten in Form von Speckobst ins Boot geholt, der mit uns über dieses Thema spricht. Freut euch über mehr als vier prallgefüllte Stunden mit Dash FM!

Inhaltsverzeichnis
0:00:00 Intro
0:00:37 Begrüßung
Spontane Themen
0:03:25 Das G2A-Debakel
0:11:50 Die Xbox Scorpio Specs
0:21:10 Das Problem der Xbox
0:44:20 Steam- und Indie-Flaute 
0:55:12 Masturbation und ASMR
Was hast du gespielt? (Rubrik)
0:59:37 Thimbleweed Park
1:20:27 Blackwood Crossing
1:38:42 Yetivin hat durchgespielt!
1:47:44 Resi7: Verbotene Tapes
1:59:45 VR-Dokumentation
2:02:30 Mortal Blitz
2:14:36 Ghost Of A Tale (Beta)
2:22:39 Persona 5

3:08:22 Die Rückkehr aus Japan (Hauptthema)


Kommentare:

  1. Rainer Schauder hat in der Hinsicht, was die Absicht der Project Scorpio (das ist übrigens nur der Projektname und wird sich ändern!) vollkommen Recht. Aktuelle Spieleengines sollen in 4K laufen und VR möglich gemacht werden. Microsoft hat sie die aktuellen Engines angeschaut und anhand dessen eine Konsole gebaut, mit der man diese in 4K laufen lassen kann.
    Die Geschichte mit der PS4 Pro ist etwas anders, sie ist "nur" ein wenig leistungsstärker, dahinter gibt es kein klares Ziel. Wäre sie für 4K gebaut worden, müsste sie noch stärker sein. Es ist ein wenig Jack of all traits - master of none.
    Ich verstehe nicht, wieso ihr euch über den Reveal so aufregt, wenn er offensichtlich nicht für euch gedacht war. Microsoft weiß auch, dass die One S sich hauptsächlich verkaufen und Scorpio ein Nischenprodukt sein wird. Das, was ihr sehen wollt, bekommt ihr bald auf der E3 zu sehen. Da geht es um Spiele. Es ist sehr ungewohnt, aber man muss leider diesmal etwas Geduld mit MS beweisen, denn sie machen solche Events wie PSX nicht und haben nur die E3 um große Spiele anzukündigen.

    Phil Spencer hat in einem Interview letztens gesagt, dass er mit der Einstellung von Scalebound gelernt hat, dass sie Spiele zu früh ankündigen und in Zukunft erst dann zeigen wollen, wenn es in sicheren Gewässern ist. Ein Remaster von Phantom Dust soll noch vor der E3 fertig sein und erscheinen, Cuphead und Below wurde es um genau den Gründen still, da es viel zu früh angekündigt und verschoben werden musste.
    Eure Sichtweise auf Microsoft ist sehr einseitig und das finde ich sehr schade. In Sachen (Zeit)Exklusivität ist Sony da schlimmer.

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  2. Nun, kurz gesagt: der Specki ist hooochkompetent mit ner coolen Meinung, hat aber aufgrund dessen die beiden zu grunde geredet und das Sprechmonopol an sich gerissen, was die beiden auch manchmal ganz träge werden ließ ^^
    Deshalb: ab und zu sind Gäste gesund, aber das witzige Kupelgequatsche und Gelache wie sonst wars ned! Hoff, das bleibt Ausnahme :*

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  3. Speckobst höre ich gerne zu, weil er so in der Materie steckt. Ich finds schön wenn ein Podcastgast sich nicht zurückhält und das ganze sich verselbstständigt. Auch beim Jahresrückblick war er ein toller Gast (kannte ihn vorher nicht)

    Nun zu Persona 5, eins vor Weg ich finde so ein Spiel darf man nicht übers Knie brechen (!) und versuchen es möglichst schnell durchzuspielen, dann ist die Länge auch wirklich ein Unding. Es ist halt sehr Dialog bzw. Textlastig und ja es hat Züge von einer Visual Novel. Ich bin der Meinung man kann ein Persona Spiel einfach über ein Jahr verteilt spielen passend zum Kontext, sodass auch die Figuren einem ans Herz wachsen, weil man auch gefühlt eine Menge mit ihnen durchgestanden ist. Ich hab Persona 4 Golden immer mal wieder unterwegs gespielt, und nur dann wenns sich anbietete und tatsächlich ein Jahr gebraucht um durchzukommen. Für die Vita war das Spiel daher einfach optimal, weil man mittendrin pausieren kann. Schade dass Persona 5 nicht auch auf dem Handheld erschienen ist, Cross-Play wäre da soo wunderbar gewesen. Die Einführung bei Persona 5 streckt sich leider muss ich sagen, bis man die Tage selbst gestalten kann und man in so nen Flow kommt. Also lasst dem Spiel die Zeit sich zu entfalten.

    Ich stecke auch in der Anime- & Manga-Schiene drin, aber Anime ist auch nicht gleich Anime, es ist genauso facettenreich. Es gibt auch Werke, die auf eine dezente und greifbare Charakterdarstellung setzen als nur überspitzt und übersteigert zu spielen. (Z.B. aktuell March Comes Like A Lion, was schon fast ein Psychostudie ist). Ich finde aber auch seinen Reiz in der Anime-typischen Präsentation.

    Ich will auch hier mal in die Bresche springen für die Atelier-Reihe. Auch diese Spiele haben ihren Reiz und auch wenn sie nicht das Budget haben, es reicht eben eine treue Fangemeinde hinter sich zu haben. Solche JRPG-Reihen wie Tales Of oder Atelier haben von außen betrachtet kaum Innovation und im grunde spielen sich alle Teile ähnlich. Aber es wird bei jedem Ableger gewisse Aspekte und Mechaniken nachjustiert und ausgepfeilt, um mehr Tiefe zu bieten. Und da die Entwickler den Fans so nahe stehen, nehmen sie meist auch das Feedback für die Verbesserungen auf, gefühlt mehr als bei anderen Spieleserien. Ja Atelier hat auch dieses typische Moe-Design, dem ich aber jetzt nicht abgeneigt bin. Die Serie hat aber auch ihren Reiz, wo sehr viel Wert auf die Charakterdarstellung gelegt wird (das spiegelt sich auch im Design finden, wo die Figuren liebevoller gestaltet sind als die Umgebung). Es sind wirklich sympathische Figuren, die nur so vor Charme sprühen, und die Atmosphäre ist meistens sehr leichtherzig (und in manchen Ablegern auch melancholisch). Und dieses Alchemie & Zeitmanagement System hat mehr was von den Harvest Moon-Spielen, wo man halt innerhalb eines Jahres auf Reise geht und eine Atelier-Stube übernimmt. Optimal dafür wenn man sich am Abend entspannen will und sich gerne der Sammlerei hingiben kann.


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